Naturheilkunde

Was versteht man unter der modernen Homöopathie?
Die vom britischen Homöopathen Dr. Richard Hughes initiierte moderne Homöo-pathie bezieht im Gegensatz zur klassischen Homöopathie nur pathologische Symptome in die Mittelfindung ein und bevorzugt niedrige Potenzen. Sie benutzt
auch Komplexmittel. Darin sind mehrere homöopathische Arzneimittel kombiniert,
die alle einen Bezug zu bestimmten Beschwerden haben. Bei Bedarf werden auch
nur Einzelmittel verwendet. So wird es einfacher, das richtige Medikament zu finden. Dabei ist auch nicht immer eine zwei- bis vierstündige homöopathische Erstrepertorisation nötig.



Was versteht man unter einer Nosodenbehandlung?
Der Arzt und Homöopath Dr. Hahnemann stellte bereits vor 200 Jahren fest, dass manche Menschen trotz der Behandlung mit homöopathischen Mitteln immer wieder Rückfälle erlitten. Er nannte das "Miasma" und meinte damit eine angeborene Schwäche und Anfälligkeit für eine bestimmte Störung.



Hahnemann entwickelte Nosoden als Mittel gegen Miasmen. Sie werden aus menschlichen oder tierischen Krankheitsstoffen gewonnen, z. B. Syphilis (auf
Syphilis basierend) oder Psorinum (Inhalt von Krätzebläschen). Durch Sterilisierung und Potenzierung sind sie völlig unschädlich und geben die Möglichkeit, „hängen-gebliebene Symptome“ nach überstandener Krankheit doch noch zu löschen, wie
z.B. Gelenkschwellungen (obwohl kein Arzt einen diagnostischen Nachweis erbringen kann), chronische Hals- und Schluckbeschwerden nach überstandenem Infekt.